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Flugzeugfonds: Informationen für geschädigte Anleger

Das Aus für den Airbus A380: Anlegern drohen hohe Einbußen – bis hin zum Totalverlust.

Überblick

Das Ende des Airbus A380

Für zahlreiche Flugzeugfonds-Anleger häufen sich die schlechten Nachrichten. Schon länger ist bekannt, dass der Airbus-Superjumbo A380 einer unsicheren Zukunft entgegenfliegt. Sämtliche großen Airlines wie Lufthansa, Singapore Airlines, Air France und Emirates haben sich von diesem Flugzeugtypen distanziert. Der einstige Hoffnungsträger Airbus A380 gilt als nicht mehr zeitgemäß und kann nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Airbus hat die Produktion des A380 komplett eingestellt. Viele der Großraumflieger bleiben bereits jetzt dauerhaft am Boden. Damit endet eine kurze Ära ganz abrupt.

 

Die Folgen für die Anleger

Das Ende der A380-Ära trifft vor allem deutsche Anleger hart. Über geschlossene Flugzeugfonds haben die Anleger  insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro für den Bau und Betrieb von 21 dieser Großraumflugzeuge finanziert. Die Airlines hatten mit den Fonds regelmäßig Leasingverträge für rund 10 Jahre abgeschlossen. Diese Leasingverträge werden nach ihrem Ablauf nun von den Airlines nicht mehr verlängert. Statt dessen geben sie die Flugzeuge an die Fonds zurück. Wegen fehlender Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten brechen den Fonds die Einnahmen weg. Die Folge: weder die Kosten noch die Ausschüttungen für Anleger können erwirtschaftet werden. Damit droht den A380-Anlegern eine handfeste Krise. Im schlimmsten Fall muss die Fondsgesellschaft die Insolvenz anmelden und die Anleger erleiden mit ihrem Investment einen Totalverlust.

Allein in den nächsten fünf Jahren laufen Leasingverträge für insgesamt 16 Airbus A380 aus, die über solche Fonds finanziert worden sind. So enden zwischen 2020 bis 2022 Verträge mit Emirates für insgesamt 12 Flugzeuge des Typs A380. Es muss bereits jetzt damit gerechnet werden, dass sämtliche Flugzeuge an die Fonds zurückgehen werden. Auch für Air France steht fest, dass die Laufzeiten für ihre fünf von deutschen Fonds geleasten A380 nicht verlängert werden, so dass auch diese Flugzeuge zwischen 2020 bis 2024 an die Fonds zurückgehen. Eine Auflistung der derzeit betroffenen Flugzeugfonds finden Sie hier.

 

Die Handlungsmöglichkeiten der Anleger

Anlegern notleidend gewordener A380-Flugzeugfonds fragen sich, welche Handlungsmöglichkeiten es für sie gibt. Wir haben nachfolgend die Möglichkeiten aufgelistet, die sich nach unseren Erfahrungen im Bereich der geschlossenen Fonds – bspw. bei Schiffsfonds – bewährt haben.

 

Rechtzeitiger Verkauf der Anteile über den Zweitmarkt

Es besteht die eingeschränkte Möglichkeit, die Anteile an geschlossenen Flugzeugfonds über den Zweitmarkt zu verkaufen. Ob und wann sich ein Verkauf über den Zweitmarkt realisieren lässt, hängt von vielen Faktoren ab. Ein entscheidender Faktor ist die noch verbleibende Restlaufzeit des Leasingvertrages. Hat die Airline das Flugzeug bereits an den Fonds zurückgegeben, fallen die Kurse wegen der bestehenden Unsicherheiten über die künftigen Erträge. Weitere Information finden Sie hier

 

Wahrnehmung von Gesellschafterrechten

Vielen Anleger ist nicht bekannt, dass sie sich unternehmerisch beteiligt haben. Sie sind der Fondsgesellschaft entweder unmittelbar als Kommanditist oder mittelbar über eine Treuhänderin beigetreten. In beiden Fällen können Anleger diejenigen Rechte wahrnehmen, die ihnen der jeweilige Gesellschaftsvertrag oder das Gesetz gewähren.

Gerade die Wahrnehmung dieser Gesellschafterrechte hat sich in der Vergangenheit als ein sinnvolles und wichtiges Kriseninstrument der Anleger erwiesen. Allerdings kommt es hierbei entscheidend darauf an, dass die Anleger im Kollektiv vorgehen. Wir können Ihnen dabei helfen, mit anderen Anlegern in Kontakt zu treten, um so gebündelt die Gesellschafterrechte wahrnehmen zu können.

Welche Gesellschafterrechte Sie im einzelnen haben, finden Sie hier.

 

Inanspruchnahme der Prospektverantwortlichen im weiteren Sinne

Für den Anleger können gegen die Prospektverantwortlichen Haftungsansprüche bestehen. Dies ist der Fall, wenn sich die Unrichtigkeit oder die Unvollständigkeit des Verkaufsprospekt des jeweiligen Flugzeugfonds belegen lässt. Der Anspruch ist auf die wirtschaftliche Rückabwicklung der Beteiligung gerichtet. Der Anleger bekommt das in den Fonds investierte Kapital nebst Agio erstattet und überträgt im Gegenzug seine Fondsanteile auf die Prospektverantwortlichen. Gelingt der Nachweis, dass der Anleger das Geld ansonsten anderweitig Ertrag bringend angelegt hätte, hat er zudem einen Anspruch auf Ersatz des ihm entgangenen Gewinns. Weitere Informationen finden Sie hier.

Inwieweit ein solcher Haftungsanspruch für Ihren Flugzeugfonds in Betracht kommt, kann pauschal nicht beantwortet werden. Eine rechtliche Prüfung des jeweiligen Verkaufsprospektes ist erforderlich und wird von uns gern übernommen. In den bislang überprüften Prospekten konnten wir Anhaltspunkte für Prospektfehler erkennen.

 

Inanspruchnahme der Banken, Berater und Vermittler

Wenn Sie den Flugzeugfonds auf Empfehlung einer Bank oder sonstiger Anlageberater oder Vermittler erworben haben, kommen Haftungsansprüche gegen diese Personen in Betracht. Genauso wie bei der Prospekthaftung im weiteren Sinne ist der Schadensersatzanspruch auf eine wirtschaftliche Rückabwicklung der Beteiligung gerichtet. Auch hier bekommt der Anleger das in den Fonds investierte Kapital nebst Agio erstattet und überträgt im Gegenzug seine Fondsanteile auf die Bank bzw. den Anlageberater. Gelingt der Nachweis, dass der Anleger das Geld ansonsten anderweitig Ertrag bringend angelegt hätte, hat er zudem einen Anspruch auf Ersatz des ihm entgangenen Gewinns. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ob für Sie derartige Ansprüche in Betracht kommen, ist ebenfalls eine Frage des Einzelfalls. Eine entsprechende Prüfung übernehmen wir gern.

 

Die drohende Verjährung

Oftmals wird unterschätzt, wie schnell die Verjährung droht. Die Ansprüche verjähren regelmäßig spätestens 10 Jahre nach dem erfolgten Beitritt des Anlegers zum Fonds. Gleichzeit haben die Airlines mit den Flugzeugfonds Leasingverträge mit einer Laufzeit von 10 Jahren vereinbart. Nun kann das Problem entstehen, dass parallel mit dem Ablauf der Leasinglaufzeit auch Ihre Ansprüche als Anleger verjähren. Informiert die Fondsgesellschaft daher nicht rechtzeitig über den Entschluss der Fluggesellschaft, den Leasingvertrag nicht verlängern zu wollen, kann es bereits zu spät sein.

Rechtzeitiges Handeln ist daher geboten. Die Verjährung sollte vor Ablauf der Verjährungshöchstfrist gehemmt werden, um eine spätere Geltendmachung Ihrer Ansprüche nicht zu gefährden. Hierzu beraten wir Sie gern.

 

Das Handeln im Kollektiv

Gemeinsam ist man stärker. Dieser Grundsatz hat sich in der Vergangenheit häufig bewahrheitet. Gerade die gezielte Informationsbeschaffung und die spätere Durchsetzung von Ansprüchen haben sich für die Anleger vor allem dann gelohnt, wenn Aufwand, Risiko und Ertrag in einem überschaubaren Verhältnis zueinander stehen. Die individuelle Rechtsdurchsetzung des Einzelnen ist zwangsläufig mit hohen Kosten und hohen Risiken verbunden. Anders ist dies, wenn sich Anleger zusammenfinden und gemeinschaftlich im Kollektiv ihre Rechte und Ansprüche bündeln und wahrnehmen. Damit verfügen die Anleger nicht nur über eine erhöhte Schlagkraft gegenüber den Anspruchsgegnern. Es werden zudem vor allem sämtliche anfallenden Kosten auf alle Anleger verteilt.

Werden die Schadensersatzansprüche auf Prospektunrichtigkeiten gestützt, rückt insbesondere das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) in den Blick. Dieses Verfahren wurde gerade als kostengünstige Möglichkeit zur Verfolgung von Schadensersatzansprüchen in der vorliegenden Konstellation geschaffen. Hierfür ist es erforderlich, dass mindestens 10 Klagen in gleicher Sache anhängig sind.

Wir können daher nur begrüßen, wenn sich möglichst viele geschädigte Anleger in Flugzeugfonds zusammenschließen und gemeinschaftlich tätig werden.

 

Die rechtlichen Bedingungen

Die Vertragsbedingungen selbst zu überprüfen ist aufwändig und erfordert Sachverstand.

Eine persönliche Fallberatung durch einen versierten Anwalt ist daher unbedingt zu empfehlen. Auch bei der Verhandlung mit den Anspruchsgegenern oder – sofern erforderlich – bei einer späteren gerichtlichen Auseinandersetzung ist eine anwaltliche Unterstützung regelmäßig unumgänglich.

 

Die einfache Lösung

Um Betroffene an dieser Stelle zu entlasten, bieten wir Ihnen auf dieser Seite die einfache Möglichkeit, Scans, Screenshots oder Fotos Ihrer Unterlagen einfach hier hochzuladen. Die Unterlagen werden von uns innerhalb weniger Tage vertraulich und kostenlos für Sie auf Ihre Handlungsmöglichkeiten überprüft. Sie sind dann in der Lage, zu entscheiden, wie Sie in Bezug auf Ihren Flugzeugfonds vorgehen möchten – ohne viel Aufwand.

FAQs - wichtige Fragen auf einen Blick

Hier geht es zur Liste sämtlicher Flugzeugfonds, die von den Problemen des A380 betroffen sind.

 

Die A380-Krise erreicht den Anleger spätestens dann, wenn der dem jeweiligen Fonds zugrundeliegenden Leasingvertrag ausläuft.

Der erste Leasingvertrag eines A380 lief bereits 2017 aus. Singapore Airlines entschied sich gegen eine Verlängerung der Vertragslaufzeit und gab das Flugzeug an die Fondsgesellschaft zurück. Die gleiche Entscheidung fiel 2018 für vier weitere von Singapore Airlines geleaste und im Eigentum deutscher Fondsgesellschaften befindliche A380.

Auch für Air France steht fest, dass die Laufzeiten der fünf geleasten A380 nicht verlängert werden. Diese Flugzeuge werden in den Jahren 2020 bis 2024 an die Fonds zurückgehen.

Entscheidet sich auch Emirates gegen die Verlängerung, kämen in den Jahren 2020 bis 2022 weitere A380 von den Airlines an die Fonds zurück.

In den kommenden sechs Jahren laufen Leasingverträge für insgesamt 16 Airbus A380 aus, die von deutschen Anlegern finanziert worden sind. Da viele große Airlines wie Lufthansa, Singapore Airlines, Air France und Emirates allesamt das Interesse an einer Weiterbeschäftigung des Großraumflugzeugs verloren haben, brechen den Fonds in den kommenden Jahren die Einnahmen weg.

Düster ist damit auch die Prognose für die Anleger. Die meisten Geschäftsmodelle der Flugzeugfonds basieren darauf, dass der A380 nach Ablauf des ersten Leasingvertrags noch viele Jahre weiter geflogen wird. Erst dann sehen die Prognosen der Fonds schwarze Zahlen für das Investment vor. Fehlt dem Fonds jedoch bereits nach Auslaufen der ersten Leasingperiode jegliche Perspektive für eine wirtschaftlich sinnvolle Nachnutzung oder jede lukrative Veräußerungs- bzw. Ausschlachtungsmöglichkeit, geht die Rechnung für den Anleger nicht mehr auf. Ihm bricht dann nicht nur die versprochene Rendite weg, sondern er muss um die Rückzahlung seines investierten Kapitals bangen. Der Kapitalverlust ist dann nicht mehr ausgeschlossen. Anleger müssen sich daher darauf einstellen, dass ihr Investment in diesen Flugzeugtypen notleidend wird. Folglich ist davon auszugehen, dass derzeit 1,6 Mrd. Euro Anlegerkapital massiv gefährdet ist.

 

Es besteht für Sie die eingeschränkte Möglichkeit, Ihre Fondsanteile auf dem Zweitmarkt zu verkaufen.

Zwar ist der Zweitmarkt für geschlossene Fondsanteile nicht vergleichbar liquide und organisiert wie die Wertpapierbörse. Dennoch können auch Anteile an geschlossenen Flugzeugfonds über den Zweitmarkt verkauft werden, z.B. über die Fondsbörse Deutschland (https://www.fondsboerse-deutschland.de/).

Die Frage ist allerdings, zu welchem Kurs Sie Ihre Fondsanteile verkaufen können. Gerade die anhaltenden Unsicherheiten über die Zukunft des Airbus A380 schlagen sich deutlich auf die Handelskurse nieder. Genauso drücken die nun gesunkenen  Ertragserwartungen und die jeweils noch verbleibende Fondslaufzeit die Kurse. Ein nachhaltiger deutlicher Abwärtstrend ist daher erkennbar. Die Fondsanteile werden bereits mit einem hohen Risikoabschlag gehandelt.

 

 

Mit der Investition in einen Flugzeugfonds sind Sie unternehmerisch an dem Fonds beteiligt. Je nach Ausgestaltung sind Sie entweder als Kommanditist oder mittelbar über eine Treuhand gesellschaftsrechtlich an dem Fonds beteiligt.

Als Gesellschafter steht Ihnen die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte zu. In erster Linie geht es hier um die Wahrnehmung von Einsichts-, Kontroll- und Stimmrechten.

Ein einzelner Anleger ist meist nicht in der Lage, diese Rechte sach- und fachkundig wahrzunehmen. Er hat daher nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) einen Anspruch darauf, dass ihm die Fondsgesellschaft sämtliche Kontaktdaten seiner Mitgesellschafter zur Verfügung stellt. Mit diesen Daten kann er dann Kontakt zu seinen Mitgesellschaftern aufnehmen und mit diesen gemeinsam die Einsichts- und Kontrollrechte wahrnehmen sowie Auskünfte von der Fondsgeschäftsführung verlangen. Dieses Recht kann zwar nicht ausgeschlossen werden. Aus Erfahrung können wir aber davon berichten, dass sich einige Fondsgesellschaften zumindest außergerichtlich trotz der eindeutig bestehenden Rechtsprechung des BGH immer wieder weigern, die Daten freiwillig herauszugeben. In diesen Fällen müssen die Anleger die Kontaktdaten ihrer Mitgesellschafter gerichtlich heraus verlangen. Dies kann sehr zeitaufwändig sein. Rechtzeitiges Handeln ist angebracht.

Jeder Anleger hat zudem ein Recht darauf, sich im Vorfeld von Gesellschafterversammlungen über das Abstimmungsverhalten seiner Mitanleger zu informieren, Tagesordnungspunkte mit diesen gemeinsam einzureichen und auch Mehrheiten zu organisieren. Auch aus diesem Grund hat er einen Anspruch darauf, seine Mitanleger zu kennen und zu diesen Kontakt aufzunehmen.

Bei Erreichen eines bestimmten Quorums können Anleger von der Geschäftsführung sogar die Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung verlangen. Es besteht dann die Möglichkeit, Einfluss auf die Geschäftsführung zu nehmen und eigene Beschlussvorlagen zur Abstimmung einzubringen.

Wenn Sie daher Interesse an den Kontaktdaten Ihrer Mitanleger haben, sprechen Sie uns hierzu gern an.

 

Ist der Verkaufsprospekt fehlerhaft oder unvollständig, haften die Prospektverantwortlichen im weiteren Sinne. Diese Prospekthaftungsansprüche richten sich gegen die Gründungs- und Treuhandkommanditisten.

Gewöhnlich ist der Verkaufsprospekt für den Anleger die einzige Informationsquelle über sein Investment. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) muss er dem Anleger daher ein zutreffendes Bild über die Chancen und Risiken des Beteiligungsangebots vermitteln. Er muss über sämtliche Umstände verständlich und vollständig aufklären, die für eine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein könnten.

Ob die veröffentlichten Verkaufsprospekte zu den jeweiligen Flugzeugfonds Fehler aufweisen, kann pauschal nicht beantwortet werden. Hierfür ist eine Prüfung des Einzelfalls erforderlich. Wir haben aber gerade im Hinblick auf die Darstellung der Renditenaussichten feststellen müssen, dass die Angaben teilweise nicht schlüssig und plausibel sind. Ferner sehen wir, dass die Prospekte nicht immer die Besonderheiten und Risiken der jeweiligen Ausgestaltung der Leasingverträge erläutern. Aus den Äußerungen der Airlines, dass der A380 in der Vielzahl der Fälle nicht wirtschaftlich betrieben werden könne, schließen wir, dass dies bereits vor Auflegung gerade der späteren Flugzeugfonds bekannt gewesen sein muss. Auf diese Zweifel und kritischen Meinungen von Experte weisen die Prospekte nicht hinreichend hin.

Liegen in Ihrem Fall die Anspruchsvoraussetzungen für eine Haftung vor, sind die Prospektverantwortlichen Ihnen zum Schadensersatz verpflichtet. In Folge dessen sind Sie so zu stellen, wie Sie gestanden hätten, wenn Sie dem Fonds nie beigetreten wären. Ihre Investition muss daher vollständig rückabgewickelt werden. Gelingt zudem der Nachweis, dass Sie Ihr Geld ansonsten anderweitig Ertrag bringend angelegt hätten, haben Sie einen Anspruch auf Ersatz des Ihnen entgangenen Gewinns.

 

Ja, wenn die Empfehlung zum Erwerb des Flugzeugfonds für den Anleger weder anleger- noch objektgerecht gewesen ist.

Die Empfehlung muss sich vor allem an der Risikobereitschaft des Anlegers orientieren. Für einen sicherheitsorientierten Anleger war die Empfehlung zum Erwerb eines Flugzeugfonds nicht anlegergerecht. Als unternehmerische Beteiligung ist die Anlage in einen geschlossenen Flugzeugfonds mit einem Totalverlustrisiko behaftet.

Oftmals wurden Flugzeugfonds nach unseren Erfahrungen jedoch als eine vermeintlich sichere Anlageform präsentiert. Begründet wurde dies häufig mit den langlaufenden Leasingverträge mit den Airlines und den daraus resultierenden sicheren Leasingeinnahmen. Diese Einnahmesicherheit bestand allerdings nur für die erste Leasingperiode, die tatsächlich aber nur einen Teil der Gesamtlaufzeit des Fonds abdeckte. Zu keiner Zeit konnte sicher gesagt werden, dass die Airlines nach Auslaufen der ersten Leasingperiode an einer Fortführung des Vertrages interessiert sind. Insbesondere fehlten im Hinblick auf die Auslastung und den wirtschaftlichen Betrieb eines solchen Großraumflugzeugs jegliche Erfahrungswerte. Bei der Darstellung der Nachnutzungsmöglichkeiten im Gespräch mit dem Anleger war daher äußerste Vorsicht geboten. Insofern hätte deutlich gemacht werden müssen, dass gerade für den prognostizierten wirtschaftlichen Verlauf der Beteiligung belastbare Erfahrungen in jede Richtung fehlten. Von einer sicheren oder gar „altersvorsorgetauglich“ und risikolosen Anlage konnte daher keine Rede sein.

Ebenso ist eine Beratung als fehlerhaft anzusehen, bei der ein Anleger nicht über das Provisionsinteresses der Banken und Vermittler aufgeklärt worden ist. Auch die Gefahr der Rückforderung von Ausschüttungen im Falle einer Insolvenz und das Risiko der nur eingeschränkten Handelbarkeit der Flugzeugfondsanteile auf dem Zweitmarkt hätten dem Anleger in der Beratung dargestellt werden müssen. stellen relevante Beratungsfehler dar, die zum Schadenersatz verpflichten können.

Ob in Ihrem Fall derartige Beratungsfehler feststellbar sind, die eine Haftung des Beraters oder Vermittlers begründen können, bedarf einer individuellen Prüfung. Diese übernehmen wir gern für Sie.

Besteht ein solcher Schadensersatzanspruch, ist dieser auf eine wirtschaftliche Rückabwicklung der Beteiligung gerichtet. Der Anleger bekommt das in den Fonds investierte Kapital nebst Agio erstattet und überträgt im Gegenzug seine Fondsanteile auf die Bank bzw. den Anlageberater. Gelingt der Nachweis, dass der Anleger das Geld ansonsten anderweitig Ertrag bringend angelegt hätte, hat er zudem einen Anspruch auf Ersatz des ihm entgangenen Gewinns.

 

Auch wenn wegen bereits eingetretener Verjährung Schadensersatzansprüche vom Anleger nicht mehr geltend werden können, verbleiben ihm zahlreiche Rechte als Gesellschafter des Flugzeugfonds. Er kann sich als Kommanditist aktiv einbringen, indem er an Gesellschafterversammlungen teilnimmt und sein Stimmrecht ausübt.

Als Gesellschafter kann er auch seine Kontroll- und Einsichtsrechte gegenüber der Fondsgesellschaft geltend machen. Er kann die Arbeit des Fondsmanagements überwachen. Sollte es im Verlauf der operativen Geschäftstätigkeit des Fonds zu Pflichtverletzungen des Geschäftsführung gekommen sein, kann er zusammen mit seinen Mitanlegern Ansprüche im Namen seines Fonds geltend machen.

Nach Eintritt der Verjährung verbleiben den Anlegern daher noch zahlreiche Mitwirkungs- und Kontrollrechte.

 

Für die kostenlose Ersteinschätzung benötigen wir Ihre Beitrittserklärung zu dem Flugzeugfonds. Diese haben Sie bei dem Vertragsabschluss erhalten.

Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung z. B. für Familien- und Vertragsrechtsschutz verfügen, lassen Sie uns gern eine Kopie Ihres Versicherungsscheins oder Ihrer letzten Beitragsrechnung zukommen. Gern prüfen wir die Voraussetzungen einer Kostenübernahme durch Ihre Rechtsschutzversicherung für Ihr weiteres Vorgehen.

 

Die Prüfung Ihrer Handlungsmöglichkeiten auf Basis Ihrer online eingeschickten Unterlagen ist kostenfrei. Sie können daher zunächst einmal ohne eigenen finanziellen Aufwand überprüfen lassen, welche Handlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen.

Sollten Sie aufgrund des Prüfungsergebnisses eine Handlungsmöglichkeit ergreifen wollen, ist in jedem Fall die Inanspruchnahme eines Anwalts ratsam. Die Kosten hierfür werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgerechnet. Über anfallende Kosten in Ihrem konkreten Fall informieren wir Sie vorab.

Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, diese Kosten über einen Streitfinanzierer auf Erfolgsbasis zu finanzieren, so dass Sie nur im Erfolgsfall einen zu vereinbarenden Prozentsatz der erhaltenen Rückflüsse an den Finanzierer abgeben müssen. Sprechen Sie uns hierzu gern an.

 

Sollten Sie eine Rechtsschutzversicherung z. B. für Familien- und Vertragsrechtsschutz haben, kommt eine Kostenübernahme durch die Versicherung in Betracht.

Gern prüfen wir, ob in Ihrem Fall die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme gegeben sind und stellen für Sie eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Hierfür benötigen wir eine Kopie Ihres Versicherungsscheins oder Ihrer letzten Beitragsrechnung.

 

Ihre Vorteile auf einen Blick

Kostenlos

Wir prüfen kostenfrei Ihre Handlungsmöglichkeiten.

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Sie laden Ihre Unterlagen einfach hoch. Keine Anfahrt, kein Porto.

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Unser erfahrenes Team betreut Ihren Fall fachkundig und vertraulich.

Unser Service für Sie

Wir prüfen Ihre Vertragsunterlagen kostenlos und unverbindlich und informieren Sie mit einer kostenlosen Ersteinschätzung über Ihre konkreten Handlungsmöglichkeiten. Hierzu bedarf es lediglich folgender Schritte:

  • Suchen Sie Ihre Beitrittserklärung zum Flugzeugfonds heraus, an dem Sie beteiligt sind. Sind Sie unsicher, ob Ihr Flugzeugfonds betroffen ist? Hier checken!

  • Beitrittserklärung abfotografieren oder einscannen. Sofern Sie über eine Rechtsschutz­versicherung verfügen, fotografieren oder scannen Sie bitte auch den Versicherungsschein.

  • Scans bzw. Fotos hier hochladen.

  • Ihre Unterlagen werden kostenlos von unserem Anwaltsteam geprüft.

  • Sie erhalten von uns per Email das Ergebnis der Überprüfung.

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Die Probleme des Airbus A380

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Presse- und Medienberichte

Aus für A380: Airbus stellt 2021 Produktion des Großflugzeugs ein

Bericht in der Tagesschau vom 14.02.2019 zur Produktionseinstellung des Airbus A380

Die Kanzlei von Ferber Langer

Der Tätigkeitsschwerpunkt der Kanzlei von Ferber|Langer liegt auf dem Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit vielen Jahren beraten und vertreten wir Kapitalmarktakteure aus allen Bereichen. Wir setzen seit Jahren Anleger- und Investoreninteressen gerade im Bereich geschlossener Fonds erfolgreich durch. Wir sind der richtige Ansprechpartner, wenn z. B. Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater, Anlagevermittler oder Initiatoren durchzusetzen sind: Außergerichtlich oder vor Gericht im Klageverfahren. Unsere Kanzlei ist spezialisiert auf Großverfahren, vor allem solche nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG). Mehr zu unseren Beratungsthemen und unserem spezialisierten Anwaltsteam finden Sie unter www.vonferber-langer.de.

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